What it`s all about

Arts and artistic practices are still defined by domains.
Could change. There are examples.

Aus der Überzeugung heraus, überzeugt davon, dass es ein Versprechen der Kunst gibt, dass dies Versprechen von ihren Protagonisten teils eingelöst, teils nicht eingelöst,teils ignoriert, teils gesehen wird, finden hier Versuche statt, ein Feld zu bestimmen, das ebenso besetzt ist, wie das der Kunst. Besetzte Felder. Ich verhandle hier das Feld der FÜHRUNG, lieber benannt mit dem weniger belasteten Begriff “leadership”. Man sagt mir immer wieder, in kreisen der Kunst und der KünstlerInnen sei dieser Begriff unbrauchbar und nicht verwendbar:

Beispielhaft  sei hier die Reaktion einer hochgeschätzte Kollegin wiedergegeben:

“Using the term “leadership” in an art context is highly problematic – a NoGo – especially in German speaking countries, …. Artist and leadership as terms are highly problematic and not working for a contemporary discourse. Management, especially the closeness od artistic project work with neo liberal working models was for years the centre of anxiety for artists, of course one could speculate if and how this representational platform called art or theater presents new ideas/ models of subjectivity, gender, working together, everyday life, and discuss this. Insofar any high cultural utterance can be seen as “leading” or hegemonic in a certain societal area, but to claim therefor any kind of “leadership” would be highly controversial in the art world, ….”

Der erste Vorwurf ist ein rein terminologischer, jede Künstlerin und jeder Künstler behauptet mit seinem Vorwurf, wahrgenommen zu werden, den Einzigartigkeitsanspruch. Und dieser beinhaltet natürlich auch den impliziten Anspruch, führend, und damit besonders und  herausragend zu sein. Der zweite Vorwurf, dass künstlerische Kreativitätsdispositive von nicht künstlerischen (Management) Diskursen ge -, be – und umgenutzt werden, ist obsolet, seit  common sense darüber herrscht, dass modernes Management sich nicht mehr mit der Repitition eingeübter und routinierter Verfahrens – und Verständnisabläufe zufrieden gegebn kann, wenn die dazugehörigen Unternehmen konkurrenz- und zukunftsfähig bleiben wollen.

Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtige Weltlage dringend Handlungsoptionen benötigt, die von den bisherigen HandlungsträgerInnen in Verantwortungspositionen nicht gesehen, nicht entwickelt werden und also auch nicht als Auswege aus den vielen Sackgassen, in denen wir die Welt festgefahren haben, genutzt werden können. Handlungsoptionen, die Abweichungen von bestehenden Handlungsmustern beinhalten und dem politischen mainstream widersprechen., zum Teil und oft auch gegenstreben.

Wir wissen, dass Neues sich nur gegen Widerstände durchsetzt, ja dass Widerstände ein natürliches Begleitphänomen tiefgreifender und notwendiger Veränderungen sind. Unverständnis, Ablehnung und Ignoranz sind Begleiterscheinungen des Neuen. Das auszuhalten und nicht aufzugeben, braucht Kräfte, die auch von Kategorien wie Glauben, Vertrauen, Hoffnung, Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen, Experimentier – und Ausprobierlust sowie der Fähigkeit, Um – und Seitenwege zu suchen und zu finden gespeist sind.

Dass die Verfahren der Kunstproduktion in hohem AUsmass diese Kategorien brauchen und systematisch wie auch unsystematisch nutzen, macht es wert, diese Verfahrensweisen zu untersuchen und ihre verschiedenen Bestandteile dem Diskurs des Umgangs mit den Problemen dieser Zeiten anzudienen. Dass junge Personen, die die Fehler der vergangenen Generationen auszumerzen haben und bereit dazu sind, auf Fähigkeiten zurückgreifen können, die in Kunstpraktiken herausgebildet wurden, weil diese die erforderlichen Umwege, Seitenwege, das den politischen Eliten der Gegenwart Unbekannte, Dunkle und Unverständliche kennen und nutzen, ist Motiv dieses Versuchs.

Und dass die Kunst eine Rolle zu spielen beginnt, die aus ihrem System hinausweist, dass die Künstlerinnen und Künstler Veranwortung zu übernehmen beginnen für die nötige Rettung der Welt, ist mehr als eine Begleiterscheinung der Dissonanzen Disharmonien und Kakophonien dieser Tage.

Und so komme ich noch einmal zurück auf die Frage der Terminologie. Meines Erachtens ist es dringend, leadership zu beanspruchen in Fragen der ÖKOLOGIE, der WARENPRODUKTION, der POLITISCHEN SYSTEME, insbesondere des ZUSTANDS DER DEMOKRATIEN UND IHRER BEZUGSSYSTEME, der KOMMUNIKATION und der DIPLOMATIE. Und es gilt einen Begriff von leadership herauszuarbeiten, der sich an Rosa Luxemburg und Antonio Gramsci orientiert, die versucht haben, die problematische Figur des Edukationismus in der linken Bewegung durch ein Modell des untrennbaren Konnexes von Lernen Lehren und Handeln zu lösen.
Dem seien die folgenden Diskussionen gewidmet: einer Führerschaft durch Verantwortungsbewusstsein, Fürsorge und der Bereitschaft, Einhalt zu gebieten.

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