Rede zum Diplom 2018

Ich und Wir Kulturelle Identität und Personen, die Geschichte machen.
Ihr seid bereit, Eurer Wege zu gehen. Die führen weiter. Das Diplom, das heute vergeben wird, markiert diesen Moment. Symbolisch und beachtenswert und jedes Jahr neu erhebend.
Die Tätigkeiten, die ihr ausüben wollt und werdet, werden im Behördendeutsch Kunst- und Kulturschaffen genannt. Der Begriff Kultur kommt aus dem lateinischen, cultura, und wird übersetzt als: Bearbeitung, Pflege, Ackerbau. Das impliziert bereits: Kultur wird geschaffen. Kultur wird gemacht. Kultur ist Arbeit.
Welche Kultur aber ist gemeint? Gibt es eine oder gibt es mehrere? Wer hat die Deutungshoheit? Dringliche Fragen in einer Welt, die dramatische Verschiebungen erlebt, was gewohnte Zuordnungen, Zugehörigkeiten und Hoheitsansprüche anbelangt.
Die Griechen nannten die Fremden, die Anderen: BARBAREN. Immer hat sich unser? – schon hier kommt die Frage auf: wer ist «WIR»? – Begriff von Kultur angeboten, Grenzen zu ziehen, Differenzen zu markieren. Das Bedürfnis ist nachvollziehbar. Wir alle sind angewiesen auf bestimmte Formen der Referenzmöglichkeit, u.a. auch: zu wissen, zu wem, zu was wir uns zugehörig fühlen, Familie, Sprache, Ziele, Orte, Gegenden, Aussagen, bestimmte Standards, Übereinkünfte, usw.
Heute also, an diesem bedeutenden Tag des Übergangs, der auch Ausdruck einer bestimmten Art von Kultur ist, möchte ich ein paar Gedanken über das Ich und das Wir vorausschicken. Vielleicht lässt sich damit etwas aussagen über das Feld, das Eure Tätigkeiten bestimmten soll.
Das Ich und das Wir ist das Spannungsfeld in der Kunst – wie in der Ausbildungspraxis. In beiden Bereichen geht es um Richtungen, die man bestimmt, denen man folgt oder folgen muss. AusRichtungen! Richtungen. Wer bestimmt die Richtungen? Die Kultur? Herkünfte! Seinsweisen! Kreativität.
Es geht um die Einzelnen und die Gemeinschaft; diese besteht, weil es Einzelne gibt, die sie bilden. Eure Zeit hier an der Kunsthochschule, war und ist das eine Zeit der Gemeinschaft? Habt ihr eine Gemeinschaft gebildet? – oder wart ihr Teile einer Zwangsgemeinschaft, die vorher da war, von übergeordneten Kräften gebildet und gerahmt, gehalten und gebannt, damit so etwas wie Ausbildungsstandards erreichbar werden, Vergleichbarkeit entstehen kann, Messbarkeit, was die gesellschaftlich gezahlte Münze als Gegenzug fordert.
Hattet ihr die Möglichkeit, die Zeit hier als gemeinsamen Gestaltungsraum zu erfahren und umzugestalten, wo nötig? Natürlich hoffe ich, dass das so war, aber das ist nicht die Spur, der ich hier folge.
Gemeinschaft heisst Teil eines grösseren, aber immer von jedem und jeder Dazugehörigen miterzeugten Zusammenhangs zu sein. Gemeinschaftgefühl heisst dann erleben, dass Ich eine Rolle spiele in einem Zusammenhang, der mich trägt und der mich benötigt.
Mit dem Sprechen über Gemeinschaft und Gemeinschaften, die so wichtig sind für die Entwicklung der Kultur, nähere ich mich dem heiklen Thema der Identität. Gibt und gab es wiederkehrende, fixe Referenzen, auf die ihr Euch alle bezogen habt? Sind das nur Leistungsbezüge (Module/ ECTS), oder gibt es für Euch so etwas wie die Identität des Theatermachens, des Tanzens, des Filmemachens, oder zumindest des Wunsches, Theater zu machen, zu tanzen, Filme zu machen? Heisst dass dann, dass das Nicht-Dazugehörige ausgeschlossen, ausgegrenzt und abgewehrt werden muss. Das ist eine Diskussion, die hier im Kontext der Hochschule und den Bemühungen um Beweglichkeit der Lehre und vordinglicher noch des Lernen seit Jahren geführt wird. Ein Nebenschauplatz im Streit um die Relevanz von Kulturen und Identitäten, die heute raumgreifen.
Der Streit um Identitäten ist immer wieder anlässlich der Auseinandersetzung mit den Fremden und dem Fremdem aufgebrochen. «Leitkultur» wurde schon vor Jahren von den rechten Parteien in Deutschland gefordert, ausgerufen und denjenigen gegenüber ins Feld geführt, die als Bedrohung des Eigenen markiert wurden. Dieser Streit dominiert momentan scheinbar Alles. Bis vor kurzer Zeit hatten wir gedacht, dass die Globalisierung des Kapitals, die Universalisierung des Wirtschaftsraums, alle Grenzen und Schranken überwindet, zum Guten und zum Schlechten. Jetzt aber ist es plötzlich garnicht mehr so, an allen Ecken und Enden wird zurückgerudert zum Eigenen, zu Grenzen, zu Identitätsansprüchen, zur kulturellen Identität, und zwar von den politischen Kräften, die uns immer als die Schattenfürsten der Globalisierung galten, die Reichen und Wohlsituierten und Profiteure der Schranken – und Grenzenlosigkeit.
Dass diese Grenzenlosigkeit auch Ansprüche bei denen auslöst, die bislang auf der Schattenseite der Welt gehalten wurden, dass Bevölkerungsbewegungen ausgelöst wurden, nicht nur durch Krieg und Gewalt, sondern auch durch umfassende Kommunikation und Information hat massive Ängste ausgelöst, die von machtgierigen Politikern und deren Umfeldern gnadenlos ausgeschlachtet werden.
Aber es geht ja um Euch und Eure Rolle in diesen Kontexten. Gibt es ein positives Verständnis von Identität, mit dem ihr Euch positionieren könnt? Wurde das hier vermittelt? Habt ihr das erfahren können?
Nochmal: wie jede Form von Gemeinschaft kann Identität sich nicht ausbilden, wenn Einzelne sich nicht als Teil einer Gruppe, bzw einer grösseren Gemeinschaft verstehen (leise Hoffnung!). Das löst bereits beim Philosophieren im 19.Jahrhundert ein fruchtbares Nachdenken über die Beweglichkeit des Begriffs aus. Identität wurde und wird nur von den rechten Politikern als etwas Starres, Unüberwindliches, Gesetztes verstanden und zum Instrument gemacht: die Nazis mit dem Vorrang der Rasse, die Trumpisten mit dem Vorrang der nationalen Interessen, die mit dem Erhalt, der Wiedergewinnung, der Rückeroberung irgendeines einem Grössenwahn ehemaliger Bedeutung entspringenden Anspruch zu tun haben.
Künstler denken und handeln über Grenzen hinweg und sind nicht auf Ergebnisse fixiert, die aus Nachdenken Ideologie machen, oder Gesetze oder Regeln. Die Lust der Kunst ist die Praxis und nicht das Werk. Dementsprechend bildet sich Identität, verändert sich, nimmt diejenigen, die sich über sie definieren, mit und lässt sich von diesen beeinflussen und machen. Zugehörigkeitsdynamiken ermöglichen, die Gemeinschaften zu verändern, zu wechseln, Koalitionen einzugehen, Neue Formationen zu bilden. Identität ist eine Form des Identifizierens von gemeinsamen Interessen, Themen, Haltungen, die sich verändern können. Was verbindet uns, ist die treibende Frage dieses Prozesses.
Francois Jullien, Philosoph und Brückenbauer zwischen China und dem Westen hat mit seinem Traktat « Es gibt keine kulturelle Identität» einen Einwurf formuliert, der uns und Euch vor allem begleiten könnte. Statt von IDENTITÄT reklamiert er kreative Ressourcen, und fordert auf, diese nutzbar zu machen. Produktiv ist das Gemeinsame, das nicht gleichartig ist, das Unterschiede birgt, zulässt und braucht, um zu sein.
Der Dialog der Kulturen, von dem die Nachaufklärung spricht, soll als Zwiegespräch, als produktives Vermessen von Abständen verstanden und praktiziert werden.
Identität ist ein sich unermüdlich erstreckender Vorgang, einer, der Ressourcen entdeckt, die bislang nicht sichtbar waren, hilft Abstand zu nehmen von liebgewordenen denkfaulen Gewohnheiten.
Kultur entsteht aus dem Abstand zwischen Vielfältigem und Einheitlichem. So sollten wir von Fruchtbarkeit reden statt von Identität.
Welche Kultur also habt ihr hier vorgefunden, geprägt, mitgestaltet? Womit identifiziert ihr Euch, wenn ihr nun einen individuellen aber auch gemeinsamen Schritt vorwärts? weiter! macht? Habt ihr Euer Eigenstes gefunden, seid ihr auf Ressourcen gestossen, die ihr bislang noch nicht kanntet? Geht ihr mit diesen in die kommende Phase Eurer künstlerischen Entwicklungsgeschichte? Tragt ihr etwas von der hier wie auch immer zu bewertenden Gemeinschaft mit Euch fort?
Ich hoffe doch sehr und wünsche beim Forttragen das Beste!

VERABSCHIEDUNGEN

Esther Maria Häusler
Esther Maria hat ihre vielfältigen Erfahrungen als Tänzerin und Tanzperformerin jahrelang in die Lernkontexte der HMT und der ZHdK eingebracht. Sie hat sich durch ihr breitaufgestelltes Verständnis von Tanz und Tanzen ganz besonders eingesetzt für die Arbeit mit weit vom klassischen Auffassungsrepertoire abweichenden Formen der tänzerisch-körperlichen Formen der Bewegung. Das hat sich nicht nur auf Schauspielstudierende, sondern auch auf Theaterpädagoginnen und Szenografinnen ausgeweitet und immer wieder erstaunliche Lerneffekte gezeitigt. Esther Maria hat sich intensiv für die Belange der Dozierenden eingesetzt, sie hat ein Mentoringprogramm für Studierende entwickelt und mehrere Jahre lang verantwortet und dabei manche Schwierigkeit gemeistert. Und Esther Maria war eine von wenigen Dozierenden, die ihr sabbatical genutzt hat, Auslandserfahrungen in Lernkontexten fern unserer zu machen. Sie hat aus Johannisburg wichtige Erfahrungen mitgebracht und einen wichtigen Ansatz zur Erweiterung des Blicks auf Kunst und deren Kontexte geliefert. Ich wünsche Dir, dass Du viele weitere Projekte realisierst wie «Mirrors & Windows, in Johannesburg, in Stuttgart und München, Zug und Zollikon, in Skulpturenparks und Wasserspeichern, in kleinen Theatern und grossen Kongresszentren.
Ich danke Dir Esther Maria für Deinen Einsatz und für Deine Treue.

Andrea Gleiniger
Andrea hat von Anfang an den Aufbau der Szenografieausbildung am Departement begleitet und mit ihrem reichen Wissen aus den Künsten und der Architektur bereichert. Geschichte und Theorie des Raums sind und waren auch vor und neben der Tätigkeit an der ZHdK ihre Kernbereiche, die sie in Publikationen Vorträgen und in Lehrveranstaltungen thematisiert hat. Wir haben eine ganze Reihe von Projekten durchgeführt, begonnen und konzipiert. Da war zum einen eine singuläre wunderschöne Publikation über das Departement, die berühmte Kassette, die Andrea im Auftrag der Departementsleitung zusammengestellt und erarbeitet hat. Jahrelang haben wir versucht, ein übergreifendes Theoriefeld am Departement zu entwickeln, Vorlesungsreihen, Diskussionsrunden und – angebote haben zumindest einen regen Diskurs zwischen den Theoretikern am Departement mobilisiert. Und last but not least hat Andrea die Akkreditierung des Masters Theater mit-gewährleistet und betrieben. Sie war sich nicht zu schade, diese eigentlich nicht unbedingt ihrem Kerninteresse entspringende Knochenarbeit zu leisten. Auch dafür ganz herzlichen Dank. Ich wünsche Dir nun Zeit für Deine Arbeit, die ja immer auch unabhängig von der ZHdK Themen galt, die Dich umtreiben, für die und in denen Du Deine Fähigkeiten entwickelt hast.

Hier ein Bild, das ich durch ihn kenne und das Vieles von dem erzählt, was ihn ausmacht.
Georges_braque-woman_with_a_guitar
Wie er die Welt sieht, wie er die Welt als Künstler konstruiert. Ein erfolgreicher Intendant übernahm ein Theater, hatte mich und meine Arbeiten in Tübingen von Stuttgart aus entdeckt und brachte mich durch seinen Dramaturgen mit Thomas zusammen. Für uns wäre doch eine Uraufführung für den Start der neuen Ära eine tolle Sache. Dass das Stück eine Altlast war, und mit der Übernahme des Theaters sozusagen mitgekauft wurde, dass es karrieretechnisch schwierig war, das Angebot abzulehnen, obwohl es wirklich miserabel war, brachte immerhin uns beide zusammen und wurde Spassplattform, vor allem auch wegen des eigenartigen Darstellerpaars, mit dem wir es dann ein paar Wochen lang zu tun haben sollten. Wir haben viele Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy angeschaut. Versuche, einen Ort zu definieren, der diese Arbeit bestimmen könnte. Dann folgten viele anspruchsvolle, innovative und wahrscheinlich mehr oder weniger interessante Arbeiten an verschiedenen Orten und dann trennten sich unsere Wege für ein paar Jahre, um in Zürich 2007 wieder zusammenzufliessen. Anders und neu, diesmal über ein anderes Feld hinweg.
«Dreißigackers Traum vom gelungenen Bühnenbild ist nicht die innere Abgeschlossenheit eines Gesamtkunstwerkes, sondern das Transitorische. Der offene Werkstattcharakter, auf dem Thomas Dreißigacker in seiner Arbeit beharrt, bestimmt auch seine Biographie. Trotz seiner langen Arbeitsbeziehung zu Karin Beier bestimmt sich Dreißigackers Arbeit nicht aus ihrer Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stil oder einer Gruppe, sondern hält sich offen für die Zusammenarbeit mit ganz unterschiedlichen Regisseuren. «
Thomas ist ein fordernder Bühnenbildner. Seine Vorgaben sind für einen Regisseur irritierend und widerständig. Das macht einen Kerneffekt seiner ästhetischen Kraft aus.
Und macht jede Zusammenarbeit herausfordernd und neu.
So hat er auch die Szenografie zu etablieren versucht: ein Kraftfeld aus Irritationen, immer wieder neu zu gestalten durch die Studierenden. Beweglich und offen nach verschiedenen Seiten hin.
Wir haben den Weg zusammen begangen bis zur Etablierung eines garnicht mehr einer Kunstrichtung zuordenbaren Feldes «Raum», der vielleicht das enthalten könnte, was die Arbeit von Thomas ausmacht: ein Eigenrecht und eine Eigengestalt der im Theater sooft der Regie zugeordneten, beigeordneten Raumkonzeptionierung.
Das hat seine Vollendung nicht ganz gefunden und wegen seiner plötzlichen und uns alle treffenden Erkrankung keinen Abschluss.
Wir haben keine Strassennamen zu vergeben, aber ich denke, den Gang am Szenografieausstellungsraum vorbei zum Departementssekretariat sollten wir Thomas Dreissigacker Weg nennen. Zumindest in Gedanken und zum Dank an Deine Arbeit.

Bernhard Lehner, der das Alter erreicht hat, das die Demission veranlasst, hat mit mir zusammen die schwierige Aufgabe übernommen, Nichtzusammengehöriges zusammenzuhalten. Dass er von 1970 -1973 eine Lehre als Fotograf gemacht hat, wissen wahrscheinlich die meisten. Dass ihn seit jungen Jahren die Kunst interessierte, dass er durch einen Zeichenlehrer an der Bezirksschule in Gränichen, wo ein Künstler sein Zeichenlehrer war, geprägt wurde, vielleicht nur wenige.Er selbst hat das als Hirnöffnung beschrieben, ein Wort, dass jenseits der Schweiz eher der Chirurgie zugerechnet wird. Er hat sich dann offensichtlich bereits als Schüler in den Künstlerateliers seiner Heimatstadt herumgetrieben, um sich Ratschläge zu holen usw.
Er wurde dann sozusagen zum Hoffotografen dieser Gruppe. Wenn die etwas brauchten, Fotos, dann hat er das gemacht. Dann hat er selber begonnen, eine Art von fotografischer Konzeptkunst zu betreiben und da auch bei Stipendienwettbewerben usw. mitgemacht.
Er hat dann aber keine Perspektive entwickelt als Berufsfotograf, sei es als Werbefotograf oder Modefotograf, sondern ab 1974 einen Filmklub gegründet und sich dann sehr stark mit Filmen beschäftigt . Und folgerichtig hat Bernhard dann ab 1979 als Filmschaffender gearbeitet als Cutter, Kameramann und Regisseur, in den letzten Jahren vorwiegend als einer der gefragtesten Film Editoren. Dozent und Leiter des Studiengangs Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste ist er seit 2004. Bernhard ist einer der Einzelnen, die die Geschichte der Gemeinschaft prägen Seine kundige, zugewandte Präsenz und Kompetenz, sein Wissen und seine Leidenschaft für den Film ist für unzählige Studierende entscheidende Unterstützung gewesen, das zu werden, was sie dann werden konnten. Ich danke Bernhard für diese ungewöhnliche Verbindung von eigener künstlerischer Arbeit und dem unendlichen Zur-Verfügung-Stellen der eigenen Fähigkeiten für die junge Generation.

Konstruktive Begleitung und Empathie:
Eine dritte Person, die diese Gemeinschaft geprägt hat und nun abwesend sein wird:
Er beginnt am 1.1.1984 in der damaligen Schauspiel Akademie Zürich, wird technischer Leiter des Kinder und Jugendtheaters Zürich, hat dann die Zeit in der Hochschule für Musik und Theater (HMT) als technischer Leiter des Theaters an der Sihl gearbeitet und die Fusion zur Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) wesentlich mitgestaltet, indem er massgeblich die technische Infrastruktur der Räume am Toni Areal konzipiert und verantwortet hat.
Er hat dafür gesorgt, dass der Proben und Vorstellungsbetrieb lief, er war allzeit da, wenn die Studierenden Rat und Tat bei den oft komplexen Umsetzungsvorgängen ihrer Ideen brauchten. Er hat die Produktionsabläufe gestaltet Hat nie gescheut, den Fuhrpark zu beladen und die LKWs selber zu fahren, inzwischen hauptsächlich in Zürich, zu Zeiten des Theaters an der Sihl bis in ferne Regionen. Er hat die Infrastruktur gestaltet und auf dem neuesten möglichen Stand gehalten, er hat in den Werkstätten mitgearbeitet und sich mutig dem Papierkram gewidmet, der mit der Kantonalisierung auch die Technischen Abteilungen überrollte. Alex ist ein echter Handwerker. Seine Kenntnisse, sein Können und seine Vielseitigkeit, was heisst: für ungewöhnliche Probleme unübliche Lösungen zu finden, hat er immer für die Schule eingesetzt. Diese seine Fähigkeiten sind nicht nur den zahlreichen Theaterproduktionen unter seiner Obhut zugute gekommen, sondern waren auch ausschlaggebend für die erfolgreiche Bewältigung der gewaltigen Herausforderungen während der Jahre der Planung, des Baus und der Einrichtung des neuen Campus im Toni-Areal. Als Planungsexperte der Nutzerseite war Alex in diesem sehr komplexen Vorhaben zuständig für alles, was mit Event, Bühnen und Werkstatteinrichtung, mit Probebühnen und Ausstellungsräumen zu tun hatte. Alex hat für die ZHdK und seine Vorgängerinstitutionen unzählbar viele Theaterproduktionen, Festivals, Ausstellungen und Tourneen zur gelungenen, sehr oft auch gefeierten Durchführung gebracht und eine grosse Zahl von jungen Menschen durchs Studium begleitet. Er ist ein engagierter, gestandener Fachmann der unsere Institution wachsen gesehen und wesentlich mitgeprägt hat. Ich wünsche Alex alles Gute für sich und seine Projekte ausserhalb der Kunsthochschule, ich wünsche ihm alle Freiheiten, das zu tun was er mag und bedanke mich persönlich und nicht im Namen von für alles, was wir zusammen gemeinschaftlich geschafft und nicht geschafft haben.

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