Erwiderung auf Kühl/Laudenbach ICH WILL MICH EINBRINGEN Sueddeutsche Zeitung vom 15.06.2019

Schön, dass das Thema ‘Management’ Eingang ins Feuilleton erhält, schön auch, dass die interessante und beispiellose Paradoxie der Organisation ‘Theater’ ( hier wohl im Sinne der dem Bildungsauftrag der Kulturpolitik entsprechenden Stadt – und Staatstheater zu verstehen) in den Blick gerät. Sie beschreiben diese Paradoxie einer nahezu feudalistisch organisierten Institution, die auf der grenzenlosen Freisetzung der Energien ihrer zentralen LeistungsträgerInnen existentiell angewiesen ist. Gehen die Krieger der Könige und Königinnen jedoch gezwungenermassen in die möglicherweise tödliche Schlacht, tun das die KünstlerInnen des Theaters freiwillig. Und nur wenn die sich freiwillig dem institutionellen Zwang zur Produktion und Reproduktion unterwerfen, funktioniert dieses System. Freiwillig geschieht das tatsächlich unter dem Diktat der als dringlich empfundenen Notwendigkeit der Selbstverwirklichung. Insofern ist die von Ihnen festgestellte Analogie zum ‘New Work’ durchaus nachvollziehbar.

Continue Reading

Embedded Artists Conference ZHdK, Nov 2018

The aim of this year’s conference was to answer questions that go hand in hand with the thesis that artistic work increasingly focuses on fields that lie beyond or transcend the traditional fields of artistic activity. The search for definitions for this focus, which artists see as producers of the new, as leading figures within social processes and as co-creators of an expanded concept of art, shapes the composition of the participants, the questions of the contributions, as well as the perspective on a possible implementation of the results of this discourse in the offers of arts universities.

Continue reading